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Anfangs als Nebenerwerb in den langen Wintermonaten, wuchs die Holzschnitzerei in Gröden
nach und nach als wichtige Beschäftigung und Verdienstmöglichkeit für die Talbewohner.
Man schuf Holzspielzeug und Dekorationsgegenstände für den Hausgebrauch.
Mit viel Fleiß und Kunstsinn entwickelte sich die Grödner Holzschnitzerei schon anfangs
des 17. Jahrhunderts als Kunsthandwerk; es entstanden Kruzifixe, Heiligenbildnisse,
Krippen, Reliefs, Altäre und kirchliche Ausstattungsgegenstände.
Als Pioniere der Grödner Holzschnitzerei galten die Brüder Christian und Bartlmäus
Trebinger aus St. Ulrich. Einige Jahre später erlernte auch Melchior Vinazer zu Pescosta
(1622-1689) die Kunst des Holzschnitzens. Bis nach 1800 gab es vier Generationen der Künstlerdynastie
der Vinazer, dann erlosch diese.
Unzählige Schnitzereien der früheren Zeit, als wahre Kunst, sind in unzähligen Kirchen und
im Museum de Gherdeina in St. Ulrich ausgestellt und zu besichtigen.
Die Holzschnitzerei beschränkte sich 3 Jahrhunderte lang auf die sakrale Kunst bis infolge
der Nachfrage auch die profane und dekorative Kunst Fuß fasste.
Es entwickelte sich auch ein reger Markthandel mit dem Ausland bis nach Übersee.
In den Jahre 1872 in St. Ulrich und 1907 in Wolkenstein entstanden die Kunst- und
Schnitzschulen, um den kunstinteressierten Schülern und Nachkommen eine fachgerechte
Ausbildung zu gewährleisten.
Es entwickelte sich später auch eine gewisse Mechanisierung zur Herstellung der Holzschnitzereien,
doch die wirkliche kunstgerechte und handgefertigte Grödner Holzschnitzerei ist durch die
an der Skulptur von der Handelskammer Bozen angebrachten Schutzmarke
von anderen jedenfalls zu unterscheiden und erkennbar gemacht.
UNIKA ist eine Skulpturmesse, bei der die Art und Qualität der rein
handgefertigten Skulpturen der Grödner Holzbildhauerkunst vermittelt werden.
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