Seine Kunst gehört zur neuen Ausdrucksform der „Grödner Bildhauertradition“, die ihren eigenen, originellen Weg zwischen Innovation und überliefertem Kunsthandwerk beschreitet. Mit technischer Fertigkeit, Strenge und meisterhafter Präzision formt Eric Perathoner in seinem Atelier, unweit des „Panidersattel“, Skulpturen aus Linde, Zirbe und Kastanie. Darüber hinaus experimentiert er mit verschiedenen Materialien wie Gipsbinden, Lärchennadeln, Eisen und Teer.
Um seiner poetischen Ausdruckskraft Stimme zu verleihen, nutzt er eine präzise und komprimierte Sprache, doch seine Konzentration auf die menschliche Figur reduziert sich nie auf den Körper und deren Physis alleine. Seine stilisierten Figuren sind das Ergebnis einer formalen Recherche, die auf Überflüssiges verzichtet. Essenzialität prägt seine künstlerische Sprache.
Eric Perathoner schafft Werke von großer formaler Eleganz, die in vielerlei Hinsicht an ägyptische und vorrenaissance-zeitliche Kunst erinnern. Seine Skulpturen sind eine Ode an die Stille; sie laden ein, auf die innere Stimme zu lauschen. Der dargestellte Mensch schaut „in die Ferne“; er weist den Weg ins Unbekannte, lässt ungewöhnliche Aspekte des Lebens erahnen. Der Künstler nimmt die Betrachtenden an die Hand und lädt zur Reflexion in die Stille ein, dorthin, wo der Puls des Lebens spürbar wird.